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    Forschung und Entwicklung

    Analysieren, Vorbeugen und Abwehren

Ein wichtiger Bereich der Schadenverhütung sind Forschung und Entwicklung. Wir beobachten neue Techniken, arbeiten mit Forschungsorganisationen zusammen, ziehen Rückschlüsse aus Großschäden und geben Studien in Auftrag. Die Verbindung zu Wissenschaft und Lehre stellen wir auch durch mehrere Stellen zur Absolvierung von studienbegleitenden Fachpraktika sowie durch die Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten sicher. Unser Ziel: individuelle Schutzkonzepte für unsere Kunden, auch abseits standardisierter Lösungen. Durch Mitarbeit in verschiedenen technischen Gremien tauschen wir uns im Expertenkreis aus und bringen unsere Erfahrungen ein. Langfristig tragen wir damit zur Verbesserung der Risikosituation in der gesamten Versicherungswirtschaft bei.

Beispiel 1: Bachelorthesis zum Brandschutz in der lebensmittelverarbeitenden Industrie

In dieser Arbeit wurden die Brandschutzstandards in der Branche der Lebensmittelindustrie überprüft. Denn Schäden durch Brandereignisse in der Lebensmittelindustrie haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. In einer von uns betreuten Bachelorarbeit wurden die spezifischen Risiken für die Fisch-, Fleisch- und Wurstherstellung sowie für Schlachthöfe analysiert und neue Brandschutzstandards entwickelt.

Beispiel 2: Bachelorthesis zum Batterierecycling und dem Entsorgungswesen

Unter Umwelt-, Sicherheits- und Brandschutz-Aspekten stellen Batterien – insbesondere Lithium-Ionen-Batterien – eine besondere Herausforderung dar. In der von der Fachhochschule Münster vergebenen und von uns betreuten Bachelorarbeit steht die Risikobewertung neuer Technologien im Fokus.

Beispiel 3: Sauerstoffbrände im Krankenhaus

Sauerstoffgeräte unterstützen die Atmung bei Lungenerkrankungen. Sauerstoff selbst ist nicht entzündbar, jedoch stark brandfördernd; er bewirkt, dass brennbare Materialien sich schneller als sonst entzünden. In Zusammenarbeit mit der Fa. Dräger haben wir die Problematik von Sauerstoffbränden in Krankenhäusern betrachtet und technische und organisatorische Maßnahmen im Sinne der Schadenverhütung optimiert.

Beispiel 4 und 5: Forschungsinitiative zum Brand in einem Busdepot und zu Motorlöschsystemen

Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin starteten wir eine Forschungsinitiative. Ziel war es, die Entwicklung von Busbränden anhand von Brandsimulationen zu untersuchen und aus den Ergebnissen zeitgemäße Schutzmaßnahmen für Depots und Busse abzuleiten. Dazu gehören u. a. Motorlösch- und Detektionssysteme.
In Fortsetzung dieser Arbeit wurde eine Risikoanalyse von Elektrobussen, die mit Lithium-Ionen-Akkus betrieben werden, durchgeführt. Hierbei standen die Stadtwerke Münster als Partner zur Seite, da dort bereits seit Längerem an einem Gesamtkonzept zur Umstellung der Busflotte auf Elektroantrieb gearbeitet wird. Dabei konnte die Schadenverhütung wichtige Impulse geben, beispielsweise zu einer Risikoabschätzung zwischen dieselbetriebenen und elektrobetrieben Bussen. Bei der Umsetzung konnten wir mit unseren spezifischen Kontakten zur Industrie Unterstützung leisten.

Beispiel 6: Partnerschaft IFS – Provinzial

Die Schadenverhütung ist traditionell eine Kernkompetenz der öffentlichen Versicherer. Die wissenschaftliche Basis der Präventionsarbeit liefert das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. (IFS) mit Hauptsitz in Kiel. Das IFS untersucht Ursachen von Brand- und Leitungswasserschäden, bewertet Brandfolgen sowie Feuchte- und Schimmelschäden. Die statistische Auswertung der Untersuchungsergebnisse offenbart Risikotrends ebenso wie Serienschäden.

Das Institut ist bundesweit an zehn Standorten vertreten. In Kiel befinden sich unter anderem das Brandversuchshaus und das Labor für elektronenmikroskopische Untersuchungen. Auch ein Spezialteam für Brandsimulationen ist am Hauptsitz des IFS tätig.
 
Von der engen Zusammenarbeit zwischen dem IFS und der Provinzial profitieren alle Kunden. So können beispielsweise durch Brandsimulationen verschiedene Szenarien betrachtet und die Plausibilität von Schadenverläufen geprüft oder der Einfluss von Brandschutzmaßnahmen bewertet werden. Zudem betreibt das IFS intensive Öffentlichkeitsarbeit, um das Bewusstsein für Alltagsrisiken zu schärfen und ein breites Publikum über die Möglichkeiten der Schadenverhütung zu informieren. 
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